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www.theaterwandel.de

 

Sehr übersichtlicher und lesenswerter Text über Geld und Faust II von Sigrid Löffler: http://bit.ly/logeld

 

Menschen begegnen - Ideen erleben - Zukunft gestalten

Geld und Wirtschaft. Liebe und Verantwortung. Auf der Suche nach einer anderen Welt...

FaustAm Sonntag, 28. Feburar 2010 haben wir gemeinsam mit dem "Ensemble Theaterwandel" einen außergewöhnlichen Thementag rund um Geld, Wirtschaft, Liebe und Verantwortung - mit Vortragsprogramm und einer hochkarätigen Aufführung der "Faustspuren" - passender Szenen aus Goethes Faust II - gestaltet.

Video zu Faustspuren:
 

Programm

  • 11:00 Uhr Eröffnung des Thementages durch Dan-Felix Müller
    (Indaba e.V.)
  • 11:10 Uhr Vortrag von Prof. Dr. Silja Graupe
    (Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft)
    „Orte der Verantwortung - Hier und Heute.“
  • 11:45 Uhr Vortrag von Christian Nürnberger
    (Publizist und Autor Süddeutsche Zeitung)
    „Die Machtwirtschaft, der Raubbau an der Welt,
    und wo bleibt eigentlich die Kirche?“
  • 12:45 Uhr Mittagessen Mephistopheles
  • 13:30Uhr Vortrag von Prof. Dr. Hans-Christoph Binswanger
    (Wirtschaftsökonom an der Universität Sankt Gallen)
    „Geld und Magie.“ Eine ökonomische Deutung von
    Goethes Faust.
  • 14:30 Uhr Mittagspause
  • 15:00 Uhr Vortrag von Prof. Dr. Jost Schieren
    (Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft)
    „Es möchte kein Hund so länger leben!“
    Erkenntnisfragen in Goethes Faust
  • 15:45 Uhr Kaffeepause 
  • 16:00 Uhr Vortrag von Prof. Götz W. Werner
    (dm-Gründer und Professor an der Universität Karlsruhe)
    „Es fehlt das Geld, nun gut, so schaff es denn.“
    Dimensionen einer Wirtschaft im Wandel. Helena
  • 17:00 Uhr Pause 
  • 18:00 Uhr FAUSTSPUREN
    Beginn der Aufführung des Mehrspartenprojektes - Bilder und Motive aus Goethes Faust II
    aufgeführt von Ensemble Theaterwandel/Fakt21 NRW
    Leitung: Raphael T. Musiol
  • 21:00 Uhr Fragenbeantwortung und Zuschauergespräch

 

Faust II heute?!

Faust II ist „keine leichte Kost“, das ist bekannt. Wer das Drama gelesen (oder zu lesen versucht) hat, wird dies bestätigen.Das Ensemble Theaterwandel hat sich diesem vielschichtigen Stoff gewidmet und ein Mehrspartenprojekt mit Tanz, Live-Musik, Schauspiel und Akrobatik dazu erarbeitet.

Im Labor - Der Homonunkulus entsteht

Beteiligt waren viele junge Absolventinnen und Absolventen mit Auszeichnung der Musikhochschule Köln, der Folkwang-Hochschule Essen, der Sporthochschule Köln und der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Bonn. Den Fokus richteten sie dabei auf zentrale philosophische Fragen und menschliche Konflikte, die in diesem 2. Teil der Tragödie um den Protagonisten Faust thematisiert werden, die aber auch (nicht nur) junge Menschen heute prägen und bewegen:

  • Faust als „gescheiterter Unternehmer“: Er lässt sich immer wieder von seinem Weg ablenken. Dahinter steht die Frage: Welchen Weg verfolge ich und was lasse ich andere bestimmen?
  • Faust ist zwar – als Suchender - in ständiger Entwicklung, das jedoch in Abhängigkeit von Mephisto. Kann er überhaupt eigene Entscheidungen treffen?
  • Damit eng verbunden: das Verhältnis von Moralität und Geld. Faust wird durch „Zauberei“ reich; er will den schnellen Erfolg und Reichtum.
  • Der Geist des Geldes: Er bringt dem Menschen Gutes, kann ihn aber auch zerstören (Schuldenberge, Korruption, Neid, Abhängigkeiten).
  • Das Phänomen der äußeren Übersättigung, die mit einem Mangel an innerer Entwicklung einhergehen kann. Wie können (junge) Menschen in den Industrieländern damit umgehen?
  • Damit wiederum eng verbunden: Das Moment der Übereilung. Faust sucht die Extase, stürzt dadurch aber ins Chaos und steht immer wieder mit leeren Händen da. Seinen Lebenswunsch, nämlich geliebt zu werden, kann er sich auf diese Weise nicht erfüllen, zu sehr lenken ihn Äußerlichkeiten, die schnelle Befriedigung aller Bedürfnisse, davon ab.

Flyer zur Veranstaltung

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